Flirten im Chat Flirts
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Flirten im Chat ist ganz normal, aber was für
Konsequenzen diese Flirts oft haben, das möchten manche User euch gerne
erzählen. Hier eine reale Geschichte von User aus dem Chat. Um die
Privatsphäre zu wahren nennen wir keine ganze Namen, auch kein Nickname. Trotzdem
wurde ich von dem Paar gebeten seine Geschichte zu publizieren, was ich
hiermit gerne tun möchte.
Flirt führte zur Heirat
Seit ein paar Jahren chatte ich ganz gerne. Ich arbeite im Medienbereich
und bin daher schon beruflich auf unterschiedlichen Plattformen aktiv,
doch auch der Kontakt zu meinem Freundeskreis ist mir wichtig. Doch
manchmal war ich auch zum Flirten im Internet unterwegs. Bei einer
dieser Gelegenheiten habe ich hier im Chat einen Mann kennengelernt, der
mich näher interessiert hat. Wir haben uns immer häufiger im Chat
getroffen.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit Stefan zu chatten und auch zu
flirten. Er hatte eine sehr witzige, lockere Art. Aber er kam mir dabei
nicht oberflächlich vor. Und ich schien damit auch recht zu haben.
Unsere Chats würden nach und nach auch immer persönlicher. Irgendwann
habe ich ihm dann auch meine E-Mail-Adresse gegeben. Also haben wir
nicht nur miteinander gechattet, sondern uns auch gemailt. Ich hatte
jedesmal Herzklopfen, wenn ich mein Mail-Postfach aufgemacht habe. Durch
die E-Mails und das Chatten haben wir dann auch mehr voneinander
erfahren. So wusste ich beispielsweise von ihm, dass er vor einiger Zeit
eine schmerzhafte Trennung durchgemacht hat. Seine langjährige Partnerin
hat sich in einen anderen Mann verliebt und ihn dann nach einigem Hin
und Her verlassen.
Nach einiger Zeit habe ich mich dann doch gefragt, wie es wohl wäre, ihn
mal persönlich zu treffen. Aber gleichzeitig hatte ich auch Angst vor
diesem Treffen. Denn wir hatten uns in der Zwischenzeit neben dem
spielerischen Flirten schon über so viele unserer Gedanken, Hoffnungen,
Wünsche und Träume ausgetauscht, dass ich mir nicht sicher war, ob ich
bei einem Treffen nicht von ihm enttäuscht wäre. Denn wenn man jemanden
nicht persönlich kennt, besteht die Gefahr, sich ein idealisiertes Bild
zu machen. Und mir war klar, dass ich sowohl das spielerische Flirten
mit Stefan, wie auch den ernsthafteren Austausch mit ihm sehr vermissen
würde. Ihm ging es genauso. Einerseits war er ebenfalls sehr neugierig
darauf, mich wirklich kennenzulernen, doch auf der anderen Seite
schreckte er auch aus den gleichen Gründen davor zurück. In gewisser
Weise hatten wir beide das Gefühl, beim ganzen virtuellen Flirten den
geeigneten Zeitpunkt für ein persönliches Treffen verpasst zu haben.
Also haben wir noch eine Zeitlang weiter gechattet und gemailt. Doch
dann wurde die Neugier aufeinander doch größer als die Angst vor einer
Enttäuschung. Da wir beide in der gleichen Stadt arbeiteten, haben wir
dann beschlossen, uns einfach mal nach der Arbeit auf einen Kaffee zu
treffen. Wir wollten es ganz informell und unkompliziert halten.
Ich war die erste, die am verabredeten Treffpunkt im Café war. Nachdem
ich mir einen netten Platz in einer ruhigen gesucht hatte, habe ich
Stefan eine SMS geschrieben, damit er mich leichter finden kann. Kurz
nachdem ich sie abgeschickt hatte, sah ich einen Mann das Café betreten
und auf meinen Tisch zukommen. Er sah zum Glück sehr attraktiv aus und
wirkte auch nicht so, als ob er von mir enttäuscht wäre. Also hatten wir
die erste Hürde anscheinend schon überwunden. Auch der Rest des
Nachmittags war keine Enttäuschung für uns beide. Wir haben uns auch
persönlich so gut verstanden wie beim Flirten im Internet.
Als wir und dann doch nach ein paar Stunden wieder auf den Weg machen
wollten, stellte sich heraus, dass wir beide nur ungefähr 20 Kilometer
voneinander entfernt wohnen und meistens auch mit demselben Zug zur
Arbeit gefahren sind. Stefan ist mir dabei jedoch nie aufgefallen. Und
dass, obwohl wir oftmals sogar im gleichen Wagen saßen. Vielleicht habe
ich ihn aber auch nicht wahrgenommen, weil er in seinem klassischen
Anzug sehr konservativ und auch etwas langweilig auf mich wirkte. Ich
hätte ja nie ahnen können, dass sich hinter diesem konservativen Äußeren
ein so interessanter und auch vielseitig interessierter, netter Mann
verbirgt, der auch so gut Flirten kann. Stefan hatte mich zwar schon in
der Bahn gesehen, mich aber für eine oberflächliche und nur an ihrer
Arbeit interessierte "Medien-Tante" gehalten.
Inzwischen sind wir seit zwei Jahren miteinander verheiratet. Ich kann
es immer noch kaum glauben, was für ein Glück ich damit hatte, Stefan
beim Flirten im Chat näher kennengelernt zu haben. Denn obwohl wir uns
im richtigen Leben regelmäßiger begegnet sind, haben wir uns beide nicht
als die Menschen wahrgenommen, die wir wirklich sind. Jedes Mal, wenn
ich daran denke, wie glücklich wir miteinander sind, kann ich kaum
glauben, wie leicht es gewesen wäre, diese Chance zu verpassen.
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